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Stader Geschichts- und Heimatverein

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Zwischen Niederelbe und Lombardei: interdisziplinäre Forschungen zur Migration der Langobarden im 6. Jh. in Mähren und Pannonien

Die Wanderung der Langobarden galt lange als Musterbeispiel einer frühgeschichtlichen Völker-wanderung, ist in jüngster Zeit aber vor dem Hintergrund einer Diskussion um die ethnische Aussagekraft archäologischer Funde verstärkt in Zweifel gezogen worden. Parallel zu dieser kritischeren Sicht haben sich aber auch naturwissenschaftliche Methoden weiterentwickelt, wel-che die Überprüfung bestehender Vorstellungen erlauben. In dem Vortrag werden – ausgehend von neuen Ausgrabungen eines langobardischen Gräberfeldes am Balaton in Ungarn, jedoch unter Hinzuziehung weiterer Grabfunde entlang der vermuteten Wanderungstrasse der Lango-barden – exemplarisch Möglichkeiten und Grenzen archäologischer, historischer und naturwis-senschaftlicher Methoden und Kooperationen betrachtet. Insbesondere die Analyse stabiler Isotope ist eine relativ junge Methode, um ortsfremde Individuen zu identifizieren. Gänzlich neu ist der Einsatz der Paläogenetik, der nicht nur zu neuen Erkenntnissen, sondern vor allem zu neuen Fragen führt.

Referent:
Dr. Daniel Winger, Rostock

TERMIN | DAUER

PREIS | TN

ORT | INFOS

KURS-NR.

21.04.20
19:30 Uhr
Kurstage: Di
kostenlos
Wasser West 39
21682 Stade
rollstuhlgerecht
 
Museum Schwedenspeicher
19-1610404-a
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