"Warum wir nicht tun, was wir wissen"

Die Psychologin und Autorin Katharina van Bronswijk hielt am 30. September 2025 im Rahmen der Aktionstage Nachhaltigkeit im Kreishaus einen spannenden Vortrag über psychologische Hürden - und wie man sie überwindet - beim Handeln gegen die Auswirkungen des Klimawandels.

So sei es aus psychologischer Sicht erklärbar, dass Themen die räumlich, zeitlich und sozial zu weit von einem Individuum oder einer Gesellschaft weg seien, schwer greifbar sind. Dass z.B. der Eisbär in der Arktis ausstirbt, sei keine Tatsache, die viele Menschen ermutige, sich zu engagieren. Umgekehrt ist es aber wichtig, zu erkennen, dass der Klimawandel bereits da ist und vor Ort Auswirkungen habe wie Starkregenereignisse oder längere Hitzeperioden.

Auch die kommunikative Dimension sei wichtig – Weltuntergangsszenarien sind hier wenig hilfreich. Vielmehr müsste verstärkt darüber geredet und diskutiert werden, wie ein gutes Leben für alle aussehen könnte – also positive Szenarien und Lösungen entwickelt werden. Hier gelte es, erstmal in kleineren Schritten anzufangen – und nicht den perfekten Masterplan vorzulegen.

Dazu gehört auch, so der Appell der Referentin am Ende des Vortrages, sich gesellschaftlich stärker zu engagieren – ob im ehrenamtlichen Bereich oder im beruflichen Umfeld.

Vortrag 30.09.2025 Foto 1 Vortrag 30.09.2025 Foto 2

Hier finden Sie die Präsentation zum Vortag.

zurück