MINTeinander: Vom Schwimmen, Sinken und von Kisten, die es in sich haben

Wie für die Jüngsten im Kindergarten, für Grundschüler und an weiter führenden Schulen spannend und „spiralförmig“ aufeinander aufbauend naturwissenschaftliche Kenntnisse vermitteln werden können, war jetzt Thema einer Info-Veranstaltung des Bildungsbüros Landkreis Stade zum Stiftungsprojekt „MINTeinander“.

Aline Huppertz, Grundschullehrerin aus Ahlerstedt, berichtete den rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern beispielhaft und anschaulich, wie ihre 1. Klasse im Sommer mit selbst gebauten Flößen einen Wettbewerb auf dem Flüsschen Aue ausrichtete. Die Kinder hatten sich zuvor mit den verschiedenen Materialien beschäftigt und herausgefunden, welche Materialien schwimmen und welche im Wasser sinken. MINT-Unterricht, der Spaß macht.

Erster Kreisrat Dr. Eckart Lantz: „Ziel des Stiftungsprojektes MINTeinander ist es, die Bildung in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik in Kita, Grundschule und weiterführender Schule weiterzuentwickeln.
Dabei soll die Zusammenarbeit der Bildungseinrichtungen und die Übergänge zwischen den Bildungsstufen verbessert werden. Dazu wurden Lernmaterialien entwickelt und verbreitet, die altersgerecht angelegt sind und wie eine Spirale aufeinander aufbauen. Bei der Informationsveranstaltung im Forum der Berufsbildenden Schulen in Stade konnten die Gäste entsprechende Materialsets und didaktisches Begleitmaterial erkunden.

Dr. Mirjam Steffensky, Professorin für Didaktik der Chemie am Leibniz Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel forscht über frühe naturwissenschaftliche Bildung und fachbezogene professionelle Kompetenz von pädagogischen Fachkräften und Lehrpersonen. Als Referentin der Fortbildung in Stade plädierte Steffensky dafür, die Kinder eher weniger Experimente durchführen zu lassen und dafür stärker in die Tiefe zu gehen. So blieben Experimente auch für die späteren Jahre noch interessant und könnten als Lerngelegenheiten von den weiterführenden Bildungseinrichtungen genutzt werden. Die Didaktikerin appellierte an die Vertreter/-innen von Kitas und Schulen sich entsprechend untereinander über Materialien auszutauschen und abzustimmen, wie damit gearbeitet werden sollte. So würden die Kinder bestmöglich in ihrer naturwissenschaftlichen Bildung gefördert.

Am Ende der dreistündigen Veranstaltung freute sich Anke Heydorn vom Bildungsbüro Landkreis Stade über mehr als 30 Anmeldungen für die weiterführende Schulung. Sie konnte insgesamt neun Materialsätze an Kitas, Grundschulen und weiterführende Schulen verschenken. Ermöglicht haben dies Spenden der Deutsche Telekom Stiftung sowie der Alles Gute Stiftung der Kreissparkasse.

Über MINTeinander:

In Deutschland sind Lerninhalte zwischen den Bildungsstufen inhaltlich nur selten gut aufeinander abgestimmt. Insbesondere in den MINT-Fächern fehlen Konzepte, wie Themen sinnvoll aufeinander aufbauend vermittelt werden können. Im Stiftungsprojekt MINTeinander entwickelt eine Expertengruppe aus Wissenschaftlerinnen der Universitäten Frankfurt/Main, Gießen, Kassel und Münster Lernmaterialien für Kitas, Grundschulen und weiterführende Schulen. Sie bauen wie eine Spirale aufeinander auf und ermöglichen bildungsstufenübergreifendes Lehren und Lernen. So werden Kindern im Elementar- und Primarbereich Kompetenzen vermittelt, an die sie in den weiterführenden Schulen nahtlos anknüpfen können. Bislang profitieren von entsprechenden Materialien zum Thema Magnetismus bundesweit bereits 61 Netzwerke, bestehend aus 291 Kitas und Schulen. Die Ausschreibungsrunde 2017 richtete sich nicht mehr an Kita-Schul-Verbünde, sondern an regionale Bildungsnetze bzw. MINT-Regionen.

Für interessierte Kitas - Schulen, die noch nicht die Gelegenheit hatten sich anzumelden....

Schulungstermin:

  • 19.02.2019, ganztägig, im Technologiezentrum der Handwerkskammer Braunschweig - Lüneburg - Stade

Anmeldungen unter:
Mail: bildungsregion@landkreis-stade.de