Bildungskonferenz 2019

Das „I“ in MINT steht für Informatik – Bildungschancen digital

Am Nachmittag des 19.November fand bereits die 6. Bildungskonferenz im Landkreis Stade statt. Der Landrat, Herr Roesberg begrüßte die rund 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Tagungsort der Berufsbildenden Schule III in Stade. Das diesjährige Thema lautete „Das „I“ in MINT steht für Informatik – Bildungschancen digital“. Von 14:30 bis 19:00 Uhr widmeten sich die Akteure der Bildungsregion gemeinsam dem Zukunftsthema MINT und Digitalisierung und schauten dabei insbesondere auf die Herausforderungen und Implikationen im Bildungsbereich. Denn mit der Verlegung von Glasfaserkabeln und der Nutzung von mobilen Endgeräten im Unterricht durch die Schülerinnen und Schüler sind die Herausforderungen der mündigen Verwendung der neuen Technik noch nicht gemeistert.

Herr Roesberg nutzte in seiner Begrüßungsrede die Gelegenheit sich vom langjährigen Mitglied der Steuerungsgruppe der Bildungsregion Herrn Dr. Bodo Stange von der IHK Elbe-Weser-Raum zu verabschieden. Herr Dr. Stange, „ein Urgestein der Bildungsregion“, wie Herr Roesberg ihn beschrieb, geht nach langjährigem Dienst zum 01.12. in den Ruhestand.

Doch zuvor galt Herrn Dr. Stange noch das Wort. Mit seinem Abriss über unsere Bildungsregion zu geben, machte er dem Publikum deutlich, wie vielseitig die Angebotspalette seit der Entwicklung der Bildungsregion 2012 inzwischen geworden ist. Dies gilt insbesondere für den MINT Bereich, mit seinen Formaten „Fit in Mathe“, „MINTalente wecken – MINTalente entdecken“, „Fit für MINT-Berufe“, oder der „MINTeresse Messe“ für Mädchen.
Die Realisierung und Umsetzung dieser Angebote erfolgt maßgeblich durch die Mitarbeiterinnen des Bildungsbüros, denen Herr Dr. Stange an dieser Stelle seinen besonderen Dank ausspricht.

Für den diesjährigen Implusvortrag stand Frau Dr. Stephanie Kowitz-Harms, von der Körber-Stiftung Hamburg mit Vortrag „(MINT-)Bildung neu denken!“ Ihre Botschaft: Vielleicht müssen wir statt von den sogenannten MINT-Kompetenzen zu sprechen, vielmehr beginnen von Zukunftskompetenzen sprechen, um so die Attraktivität dieser Fach- und Berufsbereiche insbesondere auch für junge Mädchen zu stärken.

Im Anschluss an den Impulsvortrag folgten 8 verschiedene Kurzvortragsphasen:

  1. "Digitale Mündigkeit"
  2. "Was macht gute MINT-Bildung aus?"
  3. "Digitale Medien in der Lebenswelt von Klein- und Vorschulkindern"
  4. "Informatik entdecken - mit und ohne Computer"
  5. "Digitalisierung als pädagogische Herausforderung"- entfallen
  6. "Lesen und digitale Medien im Kontext Schule"
  7. "DigitalPakt Schule - für den Bereich Bildung in Niedersachsen"
  8. "Technologische Transformation im Flugzeugbau am Beispiel der Berufsausbildung bei Airbus in Deutschland"
  9. „Wissensvermittlung 2.0; Der richtige Mix machts“

Präsentation im Plenum

Das Fazit der Referentinnen und Referenten zum Abschluss der zwei Kurzvortragsphasen der diesjährigen Bildungskonferenz:

  • MINT Bildung ist ein wichtiges Thema, dass wir nicht aus den Augen verlieren dürfen.
  • Zentral bei der Umsetzung und Weiterentwicklung der digitalen Bildung ist eine achtsame Kommunikation zwischen allen beteiligten Akteuren.
  • Es ist nicht wie ein Schnupfen der kommt und wieder geht – Einiges ist bereits auf den Weg gebracht und doch stehen wir noch am Anfang und viel liegt noch vor uns. Machen wir uns also weiter auf den Weg, viele kleine Schritte/ Projekte helfen dabei.
  • Man muss die Arbeit selbst tun. Durch Kooperationen mit strategischen Partnern könnten gewinnbringende Lösungen entwickelt werden. (bei MINT und Digitalisierung werden uns noch sehr lange beschäftigen ergänzen + da ist auch noch ein „es“ vor dem MINT, was weg kann)
  • Aktuell besteht ein großes Spannungsfeld zwischen dem digitalen Wandel / Mündigkeit und dem Kleinklein des Alltags. Dieses muss man aushalten und versuchen, es mit kleinen Schritten zu bearbeiten.
  • Aber auch den kritischen und achtsamen Blick dabei nicht zu verlieren: Wir dürfen nicht Gelder in die Technik stecken, sondern müssen ebenso in die Aus-/Fort-/ und Weiterbildung unserer Fachleute, wie Lehrer, Kita, etc. investieren.
  • Hier in der Region, vor Ort, muss die Arbeit getan werden, lokale Bündnisse und Netzwerke der Akteure helfen um gemeinsam Lösungen zu finden.

Gegen 18:20 Uhr endete das abwechslungsreiche Programm mit den Abschlussworten des Ersten Kreisrates Herrn Heinze. Für ihn persönlich war es die erste Bildungskonferenz der Bildungsregion Stade und so schloss er mit den Worten, dass er die hier geschaffene (Zusammen-)Arbeit der Akteure bereits als einzigartig empfand. Den musikalischen Ausklang überließ er dem jungen Trio „Knock on Wood“ von der Kreisjugendjugendmusikschule.